Oberstdorf

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Trainingslager Oberstdorf und Tannheim Ski Trail: Der Winter zeigt sich von seiner besten Seite

Auch in diesem Jahr hat ein Teil des Teams keine Mühen gescheut, und sich auf die lange Reise von Berlin ins Allgäu begeben. Anlass hierfür war der vom 26.1. bis 28.1.2019 in Tannheim stattfindende Ski Trail, die dritte Rennstation der Saison.

Ausgezeichnete Bedingungen herrschten in den Tagen vor den Wettkämpfen. So war es u.a. auch möglich, die Sonnenalp Runde in Ofterschwang zur Gänze zu bestreiten. Die Weltcup Loipen in Oberstdorf müssen hier nicht extra erwähnt werden, Stichwort traumhaft.

Pünktlich zum Rennwochenende zeichnete sich dann unser diesjähriges Wetterglück erneut ab. Wetterwechsel, fallender Neuschnee und rapide ansteigende Temperaturen führten dazu, dass unsere traditionelle Oberstdorfer Wachskammer in Akkordarbeit genutzt wurde.

Diese Bedingungen spiegelten sich dann auch in den Wettkampfergebnissen direkt wieder.

Für den Klassik Wettkampf über 33km am Samstag entschieden sich dieses mal nur Oleksandr Riep und Christian Mosler. Pünktlich zum Wettkampfstart setzte heftiger nasser Neuschnee und bei weitem mildere Temperaturen als die Tage zuvor ein. Christian entschied sich, nach Rücksprache mit weiteren Teammitgliedern dazu, wieder auf einen Zero Ski zu setzen. Eine Erfahrung, die nicht nur wir machten war jene, dass ein Zero Ski zwar prinzipiell genau für diese Wetterbedingungen geschaffen wurde, aber auch dieser seine Grenzen hat. Der extrem kalte Untergrund in Kombination mit den fast 20 Grad milderen Temperaturen führte trotz perfekt präparierter Ski zu Stollenbildung auf der Zerofläche. Umso höher ist der Kampfgeist von Christian anzurechnen, der sich mit nur bedingt richtig gewählten Material die selektive Klassischstrecke durchkämpfte und sich dennoch noch unter die Top 100 “rettete”.

Oleks konnte auf der gleichen Strecke seine ganze Stärke im Double Poling zur Schau stellen und erreichte den hervorragenden 12. Rang in der Gesamtwertung sowie den 2. Platz in seiner Altersklasse. Hervorzuheben ist hierbei, dass fast alle Läufer unter den Top 20 auf Skating Ski setzten.

Die Wettkämpfe im freien Stil am Sonntag standen dann unter ganz anderen Vorzeichen. Es herrschte wieder Kaiserwetter und alle Teammitglieder konnten auf perfekt präpariertes Wettkampfmaterial zurückgreifen. Hier gilt der spezielle Dank Skiwachse Lehmann, der uns durch unzählige Anrufe darin bestärkt hat, weiterhin die kalten Temperaturen der Vortage zu berücksichtigen und uns ein perfektes Set-up zur Verfügung gestellt hat.

Barbara stellte sich hierbei der Distanz über 19km, Christian und Michael wählten die Mitteldistanz über 36km und Oleks stellte sich der Ultralangdistanz über 60km.

Besonders erfreulich ist hierbei das Ergebnis unserer einzigen Dame im Team. Klappte es in den Rennen der tschechischen Skitour Serie noch knapp nicht mit dem Podest, so war dieses nun “fällig”. Barbara erreichte in Ihrer Altersklasse den 3. Rang und in der Gesamtwertung den 13. Platz bei über 60 Damen.

Christian erwischte ebenso einen starken Tag und erreichte über die 36km den 27. Platz in seiner Altersklasse sowie wiederum die Top 100 bei über 210 Startern.

Michael belohnte sich über 36km mit der “Blechernen” (4.Platz) in seiner Altersklasse sowie einem bemerkenswerten 23. Rang in der Gesamtwertung.

Oleks erging es ähnlich. Auch er erreichte den 4. Platz in seiner stark besetzten Altersklasse. In der Gesamtwertung bedeutete dies Platz 13 bei 98 Startern. Chapeau!

Besonderen Dank gilt auch dieses mal wieder den Eltern von Michael, die auch dieses Jahr wieder eine Ihrer Ferienwohnungen sowie die Werkstatt zur Verfügung stellten und keine Mühen gescheut haben, auch kulinarisch aufzutrumpfen. Glücklich und kaputt machte sich der Großteil des Teams gleich nach der Siegerehrung wieder auf den Weg nach Berlin. Tannheim war auch dieses Jahr, nicht zuletzt wegen der tollen Atmosphäre eine Reise wert. Man sieht, was bewerkstelligt werden kann, wenn ein ganzes Dorf mit vollem Enthusiasmus am Werke ist. Danke Tannheim, bis nächstes Jahr.

Nächste Rennstation: König Ludwig Lauf 2./3.2.2019

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