Jelyman

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Skitourfinale Jelyman: Stockbrüche, Stürze, spitze Ski und dennoch viel Positives zu erzählen

Am 23.2. und 24.2.2019 fand das Finale der tschechischen Skitour im Großvatergebirge (Jelyman) statt. Das gesamte Team machte sich auf die 500 km weite Anfahrt, ohne im Vorfeld genau zu wissen, was uns vor Ort erwarten würde. Was wir wussten: Die zwei Wochen zuvor hat auch dort der Frühling seine Spuren hinterlassen, es war warm. Was wir überdies zusätzlich in Erfahrung brachten: Die Strecken sind sogar für tschechische Verhältnisse selektiv, sprich viele Höhenmeter, gelinde gesagt rasante Abfahrten und viele “fiese” Schlenker im Kurs. Was wir allerdings nicht wussten: Die Loipen sind nur durch einen Sessellift zu erreichen. Eine Erfahrung, die man, speziell bepackt mit Wettkampfausrüstung, machen muss. Damit nicht genug: Pünktlich zum Rennwochenende drehte das Wetter, Polarluft kreuzte das Großvatergebirge mit dem Resultat von bitterkalten, staubtrockenen Temperaturen, gepaart mit bobbahnähnlichen Loipen. Fazit: Wir hatten gehörigen Respekt vor den Abfahrten auf purem Eis. Am Samstag stand der Freistil Wettbewerb über 20 km auf dem Programm. Und der hatte es aus Teamsicht gewaltig in sich. Stockbruch von Michael Vogler direkt am Start, Stockbruch von Oleksandr Riep auf der Rundloipe, einige Stürze auf der eisglatten Loipe und heftig in Mitleidenschaft gezogene Ski. Es war sozusagen ein “intensiver” Tag. Und obwohl wir bestmöglichen Support von Skiwachse Lehmann hatten, waren wir nicht für die staubtrockenen Bedingungen vor Ort gewappnet. Es wurde zu feucht gewachst, eine weitere Lehre die wir ziehen müssen.

Dennoch erfreulich ist, dass Oleks in seiner Alterskategorie trotzdem noch den 3. Platz retten konnte, in der Gesamtwertung bedeutete dies Platz 25. Michael Vogler ging letztendlich aufgrund des Stockbruchs als letzter im stark besetzten Starterfeld auf den Kurs und erreichte noch den 21. Gesamtrang. In der Altersklasse bedeutete dies Platz 11, halbversöhnlich. Stefan Lambrecht reagierte am Start sofort und wollte Michael den Stock überlassen. Dadurch musste auch er sich aufgrund des Zeitverlustes von hinten nach vorne kämpfen und erreichte noch den 28. Gesamtrang und den 14. Platz in der Altersklasse. Barbara Vogler kämpfte sich ebenso durch den sehr selektiven Kurs und erreichte den beachtlichen 10. Gesamtrang und 4. Platz in der Altersklasse. Christian Mosler erreichte den 45. Gesamtrang und den erfreulichen 9. Platz in der Altersklasse.

Nach einer kurzen Analyse am Samstag Abend mit dem Resultat: “ schnell abhaken”, war die volle Konzentration auf die klassischen Wettkämpfe am Sonntag gerichtet. Wir hatten einiges gut zu machen, und das gelang bärenstark. Obwohl auch an diesem Tag die Loipe alles bot, was man nicht unbedingt braucht – heftig vereiste Abfahrten, glasige Spur, endlose Anstiege, konnten wir uns rehabilitieren. Zudem war nach Rücksprache mit Skiwachse Lehmann auch die Fehleranalyse des Vortages geklärt, wir konnten auf perfektes Material im Gleitbereich zurückgreifen. Michael Vogler erreichte über die Mitteldistanz von 21 km und 570 Höhenmeter den 19. Gesamtrang und in der Altersklasse den 6. Platz.

Barbara Vogler wurde Gesamt 15. und in Ihrer Klasse hervorragende 5. Herausragend an diesem Tag das Ergebnis von Oleksandr Riep über 42 km. Er konnte den 7. Gesamtrang einfahren und musste sich damit nur den Visma Pro Läufern der Teams Silvini Madhus und Vitava Fund geschlagen geben. Bravo! In der Altersklasse bedeutete dies den1. Platz. Auch Stefan Lambrecht konnte trotz bösen Sturz in der Abfahrt gut aufzeigen. Er belegte den 52. Gesamtrang und in der Altersklasse den 20. Platz. Christian Mosler war mit seinem Ergebnis nicht ganz zufrieden. Er haderte gleich mit mehreren Hoppalas: Stockbruch und Sturz an der ungünstigsten, weil tiefsten Stelle der Strecke, sowie ein Ski, der zu spitz gewachst war, machten die 42 km zu einer wahren Herausforderung. Dies spiegelte sich auch in seinem 105. Gesamtrang wieder. In der Altersklasse bedeutete dies Platz 18.

JeLyMan war der letzte Bewerb in der tschechischen Skitour Serie. Wir blicken auf unzählige schöne Momente zurück und können schon heute sagen: Uns gibt es nächstes Jahr mit dem gleichen Teamspirit in der Serie wieder. Dekuji Skitour, dekuji Czech Republic.

Abgesehen von den Einzelwertungen der jeweiligen Bewerbe zählt auch die Team Gesamtwertung aller Rennen. Wir zittern momentan um den möglichen dritten Platz. Mit etwas Glück ist dieser Achtungserfolg zu erreichen. Wir halten Euch auf dem Laufenden. Für uns geht hiermit die Wettkampfserie in Mitteleuropa zu Ende. Der Großteil des Teams macht sich nun auf den Weg zum Masters World Cup 2019, der vom 5.3.-15.3.19 in Beitostolen/Norwegen stattfindet.

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